HONOR Magic8 Pro: Kameras verstehen und richtig einstellen
Beim HONOR Magic8 Pro sind neben der Kamerawahl auch Retusche und berechnete Hintergrundunschärfe interessant. Dieser Einstieg verbindet die drei Rückkameras mit grundlegenden Foto- und Pro-Einstellungen für natürliche Bilder.
Redaktionsstand: 15. Oktober 2026 · Herstellerquellen, kein eigener Gerätetest.
Welche Kamera macht was?
Hauptkamera · 1×
50 MP · f/1,6 · OIS
Für Alltag, Gruppen und wenig Licht.
Ultraweitwinkel
50 MP · f/2 · 122° Bildwinkel
Für mehr Umgebung. Personen nicht unnötig nah an den Bildrand setzen.
Telekamera · 3,7×
200 MP · f/2,6 · OIS
Für entfernte Details und Porträts mit größerem Aufnahmeabstand.
Frontkamera
50 MP · f/2 · 3D-Tiefensensor
Der zusätzliche Tiefensensor ist keine zweite reguläre Selfie-Fotokamera.
Der optische Telebildwinkel entspricht der 3,7×-Stufe relativ zur Hauptkamera. Eine maximale Digitalvergrößerung ist etwas anderes. Vergleiche bei Dunkelheit 1× und Tele, statt aus einer hohen Zoomzahl auf die tatsächlich erhaltenen Details zu schließen.
Sensorauflösung und gespeicherte Fotoauflösung können sich unterscheiden. Je nach Modus arbeiten Kameras zusammen oder wechseln automatisch. Für Vergleiche gleichen Standort, gleiches Licht und dieselbe Kamera beibehalten.
Einstellungen Schritt für Schritt
Die Wege beziehen sich auf die vorinstallierte Kamera-App. Softwareversion, Region und Modus können Bezeichnungen verändern. Die Geräte wurden für diesen Artikel nicht praktisch bedient. Wo eine aktuelle genaue Menüfolge nicht belegt ist, weisen wir darauf hin.
Foto-Grundeinstellung
Kamera → Foto → Kameraeinstellungen
Beginne mit 1× und dem vollen Fotoformat 4:3. Nutze die angebotenen Rasterlinien. Das Einstellungen-Symbol und seine Position können mit MagicOS variieren.
Fokus und Belichtung
Foto → wichtiges Motiv antippen → Helligkeitsregler
Lege die Schärfe auf das Auge oder das entscheidende Detail. Reduziere bei hellem Bühnenlicht vorsichtig die Helligkeit. Für jede neue Szene erneut prüfen.
Porträt bewusst einstellen
Kamera → Porträt → Retusche/Beauty und Hintergrundeffekt
Beginne mit ausgeschalteter oder geringer Retusche und zurückhaltender Unschärfe. Prüfe Haare, Finger und Brillenbügel auf Freistellfehler.
Pro-Regler finden
Kamera → Mehr → Pro; je nach Anordnung direkt Pro
Die Herstellerhilfe beschreibt ISO, S, EV, AF und WB. Ändere zuerst nur einen Wert. Die ältere allgemeine Hilfe belegt das Bedienprinzip, nicht die genaue aktuelle Magic8-Oberfläche.
Hohe Auflösung nutzen
Kamera → Mehr → Hohe Auflösung beziehungsweise High-Res
Nutze den Modus für ruhige Motive bei gutem Licht. Prüfe aktives Modul und tatsächliche Ausgabe: Der 200-MP-Telesensor bedeutet keine 200 MP auf jeder Kamera.
Porträt, optische Unschärfe und Retusche unterscheiden
Fotografiere eine Person zunächst mit 1× und anschließend aus größerem Abstand mit 3,7×. Bleibt das Gesicht ungefähr gleich groß im Bild, lässt sich die Perspektivänderung durch den veränderten Standort beurteilen. Bei festem Standort ändert das Tele zunächst nur den Ausschnitt.
Lass zwischen Person und Hintergrund möglichst viel Abstand. Der Porträtmodus kann die Unschärfe zusätzlich berechnen. Eine stärkere Einstellung wirkt nicht automatisch überzeugender. Bei lockigen Haaren, Zweigen oder transparenten Brillengläsern lohnt der Vergleich mit einem normalen Foto.
Im Pro-Modus bedeutet S Belichtungszeit, WB Weißabgleich. Sichere bei wechselndem Bühnenlicht zuerst ein brauchbares automatisches Foto und experimentiere danach. EV wirkt bei festgelegter Zeit und ISO möglicherweise nicht mehr als zusätzlicher Helligkeitsregler. Eine lange Zeit hilft nicht, wenn sich die Person bewegt.
Welche Einstellung passt zu deinem Motiv?
Menschen und Bewegung
Beginne im normalen Fotomodus mit der Hauptkamera und gutem Licht. Tippe auf das wichtige Gesicht, fotografiere mehrere Bilder und kontrolliere Augen sowie Hände. Ein langer Belichtungsvorgang kann Bewegung verwischen. Für Porträts mehr Abstand zum Hintergrund schaffen und berechnete Unschärfe nicht übertreiben.
Abends und nachts
Kamera → Nacht, gegebenenfalls unter Mehr. Beginne mit der Hauptkamera und einem ruhigen Motiv. Bei bewegten Personen zusätzlich den Fotomodus vergleichen. Eine gute Stabilisierung hilft gegen Handzittern, nicht gegen die Bewegung auf einer Bühne.
Kleine Details und Nahaufnahmen
Nutze Super-Makro, sofern deine Kamera-Version den Modus unter Mehr anbietet. Beobachte einen möglichen Modulwechsel. Bei unscharfer Vorschau den Abstand vergrößern. Für Schmuck oder Blüten zuerst das Licht verbessern, bevor du maximal nah herangehst.
Videos als einfacher Einstieg
Wähle im Videomodus als praktischen Ausgangspunkt 4K mit 30 Bildern pro Sekunde, sofern das gewählte Modul diese Kombination anbietet. Für schnelle Bewegung bei genügend Licht 60 fps vergleichen. Eine längere Aufnahme vorher kurz testen: Wärme, Speicher, Stabilisierung und Mikrofon beeinflussen das Ergebnis. Nicht alle Zusatzfunktionen sind beliebig kombinierbar.
Häufige Fehler vermeiden
- Beauty verändert die Darstellung von Personen; für Dokumentation bewusst reduzieren.
- Der 3D-Tiefensensor ist kein zusätzliches frei wählbares Fotoobjektiv.
- KI und starke Digitalvergrößerung können Details verändern. Originaldateien für wichtige Aufnahmen behalten.
Eine Übung für zehn Minuten
Fotografiere ein ruhiges Motiv mit der Hauptkamera. Ändere danach genau eine Sache: Modul, Belichtungskorrektur oder Bildstil. Vergleiche dieselbe Motivstelle und notiere die tatsächlichen Einstellungen deiner Dateien. Das ist ein Versuchsvorschlag, kein gemessener Fotovergleich. Die Seite enthält keine angeblich mit diesem Handy aufgenommenen Bilder und keine erfundenen EXIF-Daten.
Weiterlernen: Belichtungszeit, Brennweite und RAW oder JPEG.
Herstellerquellen und Stand
Abgerufen am 15. Oktober 2026. Technische Fakten stammen aus Herstellerinformationen. Fotografische Empfehlungen sind redaktionelle Startpunkte, keine Messwerte eines Gerätetests. Allgemeine Hilfen erklären das Bedienprinzip und ersetzen bei abweichender Oberfläche nicht das modellspezifische Handbuch.