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LEXIKON

Foto-Lexikon N–Z: Begriffe mit Praxisbezug

Hier findest du die wichtigsten Begriffe dieses alphabetischen Bereichs mit konkreter Bedeutung, Abgrenzung und einem Link zur Vertiefung. Nutze die Erklärungen für Aufnahmeentscheidungen statt als starre Regeln.

RAW-Original, Entwicklung und Export trennen
Ein typischer Arbeitsablauf bewahrt Aufnahme und Bearbeitung getrennt. Bildquelle
Worauf du bei diesem Bild achten kannst: Verfolge den Weg zur Ausgabe. Ein Export ersetzt nicht alle Ausgangsdaten; Programm und Speicherung der Entwicklung können sich unterscheiden. Keine konkrete Softwareoberfläche dargestellt.
Auf dieser SeiteND-FilterPerspektiveRauschenRAWSchärfentiefeStabilisierungTeleobjektivVerschlusszeitWeißabgleichZeitautomatikZerstreuungskreisZoomobjektivSchritt für SchrittPraxisübung

ND-Filter

Ein Neutraldichtefilter reduziert den Lichtdurchlass und ermöglicht längere Zeiten oder größere Öffnungen. Stufen, Filterfaktor und optische Dichte sind verschiedene Angaben. Reale Filter können Farbwirkung und Bildqualität beeinflussen. Eine rechnerische Verlängerung muss bei verändertem Licht kontrolliert werden.

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Perspektive

Räumliche Größenverhältnisse und Sichtlinien hängen vom Kamerastandort ab. Eine andere Brennweite vom gleichen Ort wählt einen anderen Ausschnitt, verändert aber diese Verhältnisse nicht. Wenn du dich für den gleichen Motivumfang anders positionierst, entsteht eine andere Perspektive.

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Rauschen

Unregelmäßige Helligkeits- oder Farbabweichungen können in ruhigen Flächen auffallen. Sichtbarkeit hängt von aufgenommener Lichtmenge, Verarbeitung, Aufhellung und Ausgabe ab. Entrauschen ist eine Abwägung gegen Detailverlust. Körnung ist nicht dasselbe wie Fehlfokus oder Bewegungsunschärfe.

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RAW

Kamerabhängiges Format mit Aufnahmedaten für die Entwicklung. Darstellung und Kompression sind modell- und softwareabhängig. RAW bietet häufig mehr Bearbeitungsreserve, repariert aber keinen beliebigen Aufnahmefehler. Entwickler und Sicherung der Bearbeitungsinformationen gehören zum Ablauf.

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Schärfentiefe

Bereich vor und hinter der Fokusdistanz, der nach gewähltem Kriterium noch ausreichend scharf erscheint. Brennweite, Blende, Entfernung und Betrachtung wirken zusammen. Es ist keine gleichmäßig maximale Schärfe im gesamten Bereich. Beugung und Bewegung berücksichtigt ein einfacher Rechner nicht.

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Stabilisierung

Sensor- oder Objektivbewegung kann Kamerabewegung ausgleichen. Die Wirksamkeit hängt vom System und der Situation ab. Ein laufendes Motiv wird dadurch nicht eingefroren. Für Stativ und Mitziehen gelten geräteabhängige Empfehlungen; die Anleitung ist maßgeblich.

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Teleobjektiv

Längere Brennweite beziehungsweise engerer Bildwinkel im jeweiligen Format. Es ermöglicht unter anderem einen größeren Aufnahmeabstand bei passendem Ausschnitt. Perspektivwirkung entsteht aus dem Standort, nicht allein dem Objektivnamen. Gewicht, Zeit, Fokus und Luftbedingungen können die erreichbare Detailqualität begrenzen.

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Verschlusszeit

Dauer der Aufnahmebelichtung. Kürzere Zeiten können Bewegung begrenzen, längere Zeiten sie sichtbar machen. Die passende Wahl hängt auch von Brennweite, Abstand und Ausgabe ab. Bei verändertem Licht oder Blitz ist eine einfache Gleichwertigkeitsrechnung nur begrenzt aussagekräftig.

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Weißabgleich

Abstimmung der Farbwiedergabe auf Licht und gewünschte Wirkung. Eine neutrale Referenz unter relevantem Licht kann helfen. Warmes Licht muss nicht zwanghaft neutral werden. Bei gemischten Lichtquellen kann eine einzige globale Korrektur nicht alle Bereiche gleich passend wiedergeben.

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Zeitautomatik

In A beziehungsweise Av wählst du die Blende; die Kamera wählt die Zeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Auto-ISO kann zusätzlich beteiligt sein. Kontrolliere bei bewegten Motiven die tatsächlich erreichte Zeit. Der Modusname bedeutet nicht, dass du die Verschlusszeit selbst vorgibst.

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Zerstreuungskreis

Im Schärfentiefenmodell angenommene Größe eines noch akzeptierten unscharfen Bildpunkts. Ein kleinerer Wert verlangt strengere Schärfe und verkleinert den errechneten Bereich. Sensorformat liefert nur typische Startwerte; Ausgabegröße, Ausschnitt und Betrachtung beeinflussen die tatsächliche Anforderung.

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Zoomobjektiv

Brennweite lässt sich innerhalb eines Bereichs ändern. Das ermöglicht unterschiedliche Ausschnitte vom gleichen Standort. Zoom ersetzt keinen Standortwechsel, wenn du Perspektive oder Hintergrundtrennung durch Abstand verändern möchtest. Lichtstärke, Größe und Qualität müssen am konkreten Modell beurteilt werden.

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Schritt für Schritt

  1. Begriff auswählen und die Kernaussage lesen.
  2. Typische Verwechslung beziehungsweise Grenze beachten.
  3. Verlinkte Lernseite für Bildbeispiele und Übungen öffnen.
  4. Bedeutung an einer eigenen Aufnahme überprüfen.

Begriffe zusammen lesen

Eine Aufnahme wird von mehreren Entscheidungen geprägt. Lies bei Fragen zu Schärfe auch Fokus, Zeit und Betrachtung; bei Bildwirkung auch Standort, Ausschnitt und Licht. Eine Definition liefert eine Orientierung, keine automatische Lösung für jede Situation.

Praxisübung

Wähle einen Begriff und beschreibe ein passendes eigenes Foto. Nenne, was du im Bild tatsächlich sehen kannst und welche Aufnahmeinformation du dafür zusätzlich bräuchtest. Ergänze anschließend eine praktische Änderung, die du gezielt testen möchtest.

Passende Grundlagen und nächste Schritte